Prof. Dr. Axel Lorke, Experimentalphysiker, Universität Duisburg-Essen

Prof. Dr. Axel Lorke, Experimentalphysiker, Universität Duisburg-Essen

Titel des Vortrags: Größeneffekte in der Nanotechnologie

Niels Boeing, Wissenschaftsjournalist

Niels Boeing, Wissenschaftsjournalist

  Titel des Vortrags: Nanotechnologien - Risiken und (mediale) Nebenwirkungen

Dr. Péter Krüger, Head of Bayer Working Group Nanotechnology

Dr. Péter Krüger, Head of Bayer Working Group Nanotechnology

Titel des Vortrags: Verantwortungsvoller Umgang mit Innovationen in der Nanotechnologie

Prof. Dr. Ralf Wehrspohn, Direktor Fraunhofer Institut für Werkstoffmechanik

Prof. Dr. Ralf Wehrspohn, Direktor Fraunhofer Institut für Werkstoffmechanik

Titel des Vortrags: Trends in der Nanotechnologie

Wie alles begann

Eine Vision und ihre Verwirklichung

microscopeOft werden die Anfänge der Nanotechnologie auf das Jahr 1959 datiert. Damals entwarf der amerikanische Physiker und Nobelpreisträger Richard Feynman an der Universität Berkeley (USA) im Vortrag mit dem Titel „There's plenty of room at the bottom“ (Ganz unten ist eine Menge Platz) die Vorstellung, Dinge im winzigen Maßstab manipulieren und steuern zu können. Der Begriff der Nanotechnik wurde erstmals 1974 von dem Japaner Norio Taniguchi geprägt, der die revolutionären Anwendungsmöglichkeiten von Materialien in ultrakleinen Dimensionen von weniger als einem Milliardstel Meter beschrieb. Doch tatsächlich fehlten die praktischen Mittel, um die Vision zu verwirklichen. Dies begann sich erst zu ändern, als Heinrich Rohrer und Gerd Binnig vom IBM-Labor in Rüschlikon in den 1980er Jahren das Rastertunnelmikroskop erfanden. Dass man mit ihm Atome nicht nur „sehen“, sondern auch gezielt positionieren kann, wurde erstmals 1990 öffentlich in Szene gesetzt – mit 35 Xenon-Atomen, die auf einer Oberfläche zum Namen IBM angeordnet wurden.


Erfolgreich – und doch erst am Anfang

Auch wenn die Nanotechnologie bereits in unserem Alltag angekommen ist und schon heute viele Konsumprodukte ohne Nanotechnologie nicht mehr konkurrenzfähig wären, steckt sie in mancher Hinsicht trotzdem noch in den Kinderschuhen. Das gilt insbesondere für sehr forschungsintensive Bereiche, wie zum Beispiel die Medizin- oder Pharmaindustrie. Zwar stehen uns hier schon heute Möglichkeiten zur Verfügung, die vor einigen Jahren noch undenkbar schienen. Jedoch schaffen Wissenschaftler aus aller Welt täglich mit Experimenten, Computersimulationen und theoretischen Berechnungen gerade erst die Grundlage für das, was später einmal marktreif werden wird.


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